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Kahn-Knaben-Katrin

Christoph Geiser

Kahn, Knaben schnelle Fahrt
(Band 6)

Ein imaginärer Dialog mit dem früheren Selbst.

ROMAN
WERKAUSGABE BAND 6
HRSG. VON MORITZ WAGNER UND JULIAN REIDY MIT EINEM NACHWORT VON KATRIN HILLGRUBER
GEBUNDEN MIT SCHUTZUMSCHLAG MIT LESEBÄNDCHEN
ETWA 280 SEITEN
CA. € (D) 25.00 I € (A) 25.70
ISBN 978-3-96639-093-4
ISBN 978-3-96639-094-1 (E-BOOK)
WARENGRUPPE 112

Erscheinungstermin: 18. März 2024

Über das Buch

Nach den spektakulären Ausflügen der Vorgängerromane in die Bilderwelten Caravaggios und de Sades kehrt Christoph Geiser 1995 zu seinem autobiographischen Stoff zurück und schreibt mit Kahn, Knaben schnelle Fahrt seinen Coming-of-Age-Roman, seine ganz persönliche »éducation sentimentale«. In der neuen Wohnung der Mutter, einem Zuhause, das nicht mehr das seine ist, begegnet der Erzähler sich selbst als Kind: der Fotografie eines 14-Jährigen mit großen, abstehenden Ohren und störrisch verstörtem Blick.

Wie es zu diesem Portrait gekommen ist, weiß er nicht mehr. Aber er erinnert sich an den Jungen, der er damals war: ein hilfloser Außenseiter mit philosophischen Neigungen und sexuellen Nöten, ein Kind mit der fixen Idee, in ein Kloster einzutreten, um der Familie zu entkommen. Diese Reise ins Kloster, wohin ihn der Vater schließlich widerwillig fuhr, wird zum Angel- und Wendepunkt der Geschichte. Aus dem Abstand von dreißig Jahren wiederholt der Erzähler jene Reise, begleitet sein Alter Ego noch einmal ins Kloster und erfindet dem Kind, das er war, eine neue Biographie. Mit zärtlicher Ironie versucht er, die Verschlossenheit des Knaben aufzubrechen, ihm Mentor und Mephisto zu sein, der ihn wegführt von den Müttern und spielerisch einführt in Sexualität und Erotik.

Pressestimmen

»Christoph Geiser ist ein Pionier der queeren Schweizer Literatur.«
15.02.2023, Timo Posselt, Die Zeit

»Um die hermeneutische Aufklärung von Tabus geht es Geiser, um die Attacke der „Familientradition des Schweigens und Aussparens“.«
15.02.2023, Katrin Hillgruber, Der Tagesspiegel

»Mit dem ersten Band der im Secession Verlag erschienenen und mit einem umfangreichen Nachwort versehenen Werkausgabe gilt es, einen bemerkenswerten Autor zu entdecken, dessen Sprache und Stilmittel in der Fülle der Neuerscheinungen eine wahre Bereicherung darstellen.«
13.02.2023, Axel Vits, Kommbuch.com

»Ein wunderbarer Einstieg in das Werk eines wunderbaren Schweizer Erzählers.«
11.02.2023, Jascha Feldhaus, Aufklappen Literaturblog

»Geiser erlernt sein Erzählen in der Kälte, in der demütigen Distanz zur seelischen Erschütterung. [...] Das Existenzielle ist Geisers Größe, seine unwandelbare Währung. [...] Immer und ruhelos webt die Erinnerung in diesem Werk. Es nimmt einen mit. Man möchte es ganz wiederlesen. Bald kann man es.«
09.01.2023, Philipp Theisohn, FAZ

»Christoph Geiser verarbeitet in seinen Büchern auf faszinierende Weise, die eigenen Obsessionen, sexuellen Neigungen und Verletzungen literarisch. Zu bewundern ist sein Mut und seine Radikalität, damals zumindest wider den Zeitgeist zu schreiben, rücksichtslos gegen sich selbst. Aber da ist noch mehr: Indem er dieses Sprechen ästhetisch äußerst wandlungsfähig einbindet in ein weitgespanntes Netz geschichtlicher wie gesellschaftlicher Korrespondenzen und literarischer Kommunikation mit Autoren und Autorinnen, Künstlern und Philosophen, bietet er seiner Leserschaft Anknüpfungspunkte für freies Denken und Fühlen [ ]… Ein gelungener Auftakt und eine lohnenswerte Lektüre!«
23.10.2022, Angela Gutzeit, Deutschlandfunk

»Geisers Sprache ist wie das Licht auf Caravaggios Bildern. Genial ist, was er so in ihnen sieht, kongenial jedoch, wie es dann wieder Sprache wird.«
 12.11.1987, Samuel Moser, Süddeutsche Zeitung

Christoph Geiser

Chistoph Geiser, fotografiert von Simon Morgenthaler
Christoph Geiser, Public Domain Mark
Secession Verlag Berlin Gmbh

Pannierstraße 13
12047 Berlin
Telefon +49 (0)30 325 346 63
Telefax +49 (0)30 325 346 64
info[at]secession-berlin.com

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