Never anyone but you

Never anyone but you

Thomson: Never anyone but you

Never anyone but you
(Never anyone but you)
Aus dem Englischen übersetzt von Daniel Schreiber
Gebunden ohne Schutzumschlag
Etwa 420 Seiten
€ (D) 26.00 | CHF 34.00 | € (A) 26.60
ISBN 978-3-906910-53-6
ISBN 978-3-906910-54-3 (E-BOOK)
Warengruppe 1112
Lieferbar ab 28. März 2019

Eine leidenschaftliche Verbindung von Eros und Geschichte.
Miranda Seymour, Guardian

Auf den Trümmern des Ersten Weltkriegs blühen in Europa die Traumwelten. Wer so tief in den Abgrund geschaut hat, sehnt sich nach Freiheit von allen hergebrachten Ordnungen. Das ist das Klima, in dem Claude Cahun und Marcel Moore ihre Kunst und sich selbst inszenieren – provozierend, gegen jede Konformität und jenseits der Geschlechtergrenzen.
Die siebzehnjährige Suzanne Malherbe freundet sich kurz vor Beginn des Kriegs mit der etwas jüngeren, aber umso aufregenderen Lucy Schwob an, der Tochter eines jüdischen Zeitungsverlegers. Zunächst noch im Verborgenen entwickelt sich aus der Freundschaft der beiden jungen Frauen eine Liebesbeziehung, die ihr Leben prägen wird.
Einfühlsam und in klarer Sprache zeichnet Rupert Thomson ihren Weg nach, auf dem sie unter geschlechtlich willkürlichen Künstlernamen im Paris der Zwanzigerjahre mit ihren radikal modernen Texten, Collagen und Fotografien erstes Aufsehen erregen. Ihr Salon wird zum In-Treff der Surrealisten, wo sich neben Stammgästen wie André Breton und Salvador Dalí auch Hemingway einfindet. Doch der um sich greifende Antisemitismus treibt sie aus der Metropole. Freiheit
versprechen sie sich fortan von einem Leben auf der Kanalinsel Jersey, und die verteidigen sie auch, als die Wehrmacht die Insel 1940 besetzt.
Rupert Thomson kommt diesen beiden Frauen und ihrer existenziellen Liebe in seiner intimen Schilderung sehr nah. In Never anyone but you erweckt er die surrealistischen Fotografien zum Leben, mit denen dieses Paar die Kategorien von Identität und Geschlecht bis heute herausfordert und zur Inspirationsquelle von Ikonen wie Cindy Sherman und David Bowie wurde.