Die Füchsin spricht

SABINE SCHOLL: DIE FÜCHSIN SPRICHT
Sabine Scholl
DIE FÜCHSIN SPRICHT
ROMAN
GEBUNDEN OHNE SCHUTZUMSCHLAG
ETWA 320 SEITEN
€ (D) 25.00 I CHF 28.00 (UVP) I € (A) 25.80
ISBN 978-3-905951-81-3
ISBN 978-3-905951-82-0 (E-BOOK)
WARENGRUPPE 1112
LIEFERBAR seit 29. FEBRUAR 2016

Pressestimmen

»Ein tolles Buch«
Sebastian Fasthuber, Falter

Antonia »Toni« Mayringers Leben liegt in Trümmern: Ihr geschiedener Mann

Georg hat in Japan eine neue Familie gegründet. Ihre befristete Professur an

der Universität soll nicht verlängert werden. Die Freundin Sascha drängt

nach Monaten in psychiatrischer Behandlung mit Macht zurück in Tonis

Leben. Aus der Affäre mit dem Hausmeister will keine Beziehung werden.

Und Kiki, die neunzehnjährige Tochter, flüchtet vor dem Leben in den

Hedonismus sozialer Netzwerke.

Georg, verunsichert durch die Reaktorkatastrophe von Fukushima und mehr

noch dadurch, wie Regierung und Gesellschaft in Japan deren verheerende

Folgen leugnen, erlebt seine eigene Entwurzelung. Immer fremder scheinen

ihm die neue Heimat und die Ehe mit Ryo, die keine Zweifel an der offiziellen

Darstellung duldet. Aus der zunehmenden Isolation betrachtet er die Trümmer

eines Landes, die von diesem Land selbst nicht gesehen werden wollen.

Allein Anniko und Bela, ein befreundetes Künstlerpaar, das in den Achtziger-

jahren aus Ungarn in ein anderes Leben floh und nun einen Selbstversorger-

hof und eine Hundezucht in der Uckermark betreibt, strahlen für die frühere

Familie noch so etwas wie ein Zuhause und eine gelungene Existenz aus.

Doch auch die Idylle auf dem Land durchziehen Spuren des Zerfalls.

Sabine Scholl verwebt in ihrem neuen Roman Schicksale von Menschen,

die den Halt verloren haben – aus der Bahn geworfen von persönlichen wie

globalen Katastrophen und Zusammenbrüchen – und entfaltet dabei ein

Panorama des »Danach«. Wie überhaupt lässt sich ein Leben noch einrichten,

wenn die Unsicherheit zum beherrschenden Moment wird? Mit ebenso

knapper wie klarer Sprache bohrt sie immer tiefer in die zerklüfteten Seelen-

landschaften ihrer Figuren und fördert dabei eine Existenzweise zutage, in

der die Flucht vor der eigenen und der gesellschaftlichen Wirklichkeit zum

beherrschenden Moment einer aus den Fugen geratenen Welt wird.